Freitag, 25. Januar 2008

Abendliche Beschäftigung: Pentanque & Quiznight

Sodala, etwas bedüdlüdlüdlt folgt der nächste entry...

Gestern Abend wurde ich in die hohe Kunst des Petanque-Spiels eingewiesen (Michael sei dank). Für alle die das nicht kennen: Petanque == Boule == Boccia! Wieder eine neue Nationalsportart, die auch bei Regen vollstreckt werden kann, weils eh auf harten Schotterboden stattfindet. Hätte nie gedacht dass es da so viele different techniken geben kann...unendlich, aber ich hab mich wacker gehalten und das Spiel als 2te super beendet!
Wow, I'm good...Anyway, hatte natürlich viel Glück, da mich die Jungs zum Teil verschont haben und nur gegenseitig ihre Boules rausgekickt haben, ab und zu auch den (shit, forgot the original name) die kleine Kugl halt der man so nahe wie möglich kommen sollte, getroffen haben, der dann genau neben meinen ganz hinten gelandet is...hab mir ja was dabei gedacht, als ich das ganze um 5m verfehlt hab (weibliche Logik)!
War aber total lustig und ich hab auch einen Deutschen kennengelernt, der aber schon 30jährige Einbürgerung hinter sich hat....anschließend noch ein Bier und heim ins Bett, damit ich auch am nächsten Tag so wunderschön neben meinen Schuhen in der Arbeit sitzen kann.

Nächster Tag: heute.
Komme langsam in des ganze Business rein, besonders nach Traktorbesichtigung mit Vokabularerweiterung (PTO == please turn over(auf Briefen/Zettln) oder PTO== Power Take Off (Ding am Ende eines Traktors, das sich dreht, wo man Implements anschließen kann)) und Bearbeitung von leaflets über control cables & hydraulic stuff, konnte ich schon den nächsten Kunden perfekt beraten und mit Seriennummern, Bestellung etc versorgen.
P.S. hab heute erste Zahlung (alle guten dinge sind 3) vorgenommen und Umsatz verzeichnet (waren zwar nur ein Licht und pins, aber immerhin)! Der Kunde hätte mir zwar auch mushrooms und sheep angeboten, aber da ich schon satt war hab ich mich doch mit der Kreditkartennummer begnügt.

War jetzt noch bei der Quiznight im B.O.S.C. Hab meinem Team leider nicht so helfen können, da die meisten Fragen (Allgemein, Sport, Entertainment, Musik) einfach nur inlandbezogen waren, darüber hinaus war ich die 2te Hälfte in ein anderes Gespräch verwickelt war. Nichts desto trotz hat mein Team gewonnen (hätte mit mehr Input wahrscheinlich mehr Konfusität gesträut) und der Gewinn wird morgen, ähhh heute, im Red Lion versoffen! Yuhuuu!

Sodala, drum werd ich jetzt schlafen gehen, damit wir uns morgen wiedersehen!

Mittwoch, 23. Januar 2008

getting started & bier@red lion

So, nun zum Wochenende: habe wie typisch für meine Person eeewig geschlafen (12 & 2 Uhr), gefrühstückt und mich auf den Weg gemacht um die Provinz zu erkunden, bzw. eine halbwegs trockene Laufstrecke zu finden. Bin also den Hügel, den ich aus meinem Zimmer aus sehen kann raufgelaufen, bis mich laute Geräusche aufhorchen ließen (mp3Player-batterie-nach10min-leer). "Ahaaa, da ist also die Zugstrecke hab ich mir gedacht"...schlau, schlau....

FALSCH!

Nicht der Zug wars, sondern der Fön!!! Nana, der Wind natürlich, weil auf die Hügel zischt er natürlich drüber, dass ein normaler Mensch (ja, damit bin ich gemeint!) meinen könnte, ein Zug kommt. Übrigens ist der Wind auch manchmal so laut, dass ich nicht einschlafen kann...Innsbruck ist windstill dagegen! Hatte auf dem Hügel super Ausblick und hab auch einen Fischsee gefunden, mit Schafen und alter Kirche davor.



Sehr kitschig und idyllisch und natürlich matschig! Habe den endlosen Versuch halbwegs sauber zu bleiben aufgegeben...das hat hier keinen Sinn! Blöderweise habe ich die Kamera daheim gelassen, ist ja auch blöd beim Laufen, weswegen ich mich am Sonntag wiederum auf den Weg gemacht habe um die latest news bildnerisch zu untermalen.
Da habts es jetzt: http://picasaweb.google.de/graezn/Endland
Übrigens, die Engländer sind total überrascht wenn sie erfahren, dass man sich auch nur einen Schritt aus dem Haus bewegt bzw. sich zumindest dazu aufrafft...faules Volk, aber auch kein Wunder wenns die ganze Zeit regnet!

Als ich dann wieder daheim war, hab auf die Zeit vergessen, wars natürlich schon dunkel weswegen Fotos vom Red Lion (local pub), Haus etc. noch folgen werden.

Samstag nach dem exorbitanten Wettwahnsinn der Engländer miterleben durfte, und der B.O.S.C. um 12 dicht macht, hieß es für alle Mann & Frau ab in den Red Lion, der zwar offiziell auch nur bis 1 oder 2 offen hat, aber dann einfach die Vorhänge schließt und weiter macht. Überraschenderweise waren dort ein ganzer Schwung betrunkener, tanzender, gröhlender....Menschen(?!?) anzutreffen. Total witzig, hab ewig mit ein paar aus dem Nachbardorf geratscht...a bissl schräg (von einem das größte Problem waren Freilandhühner und Tierquälerei beim Fischfang), angetrunken, aber einfach nur lustig!

Am Sonntag warn ma dann nur noch gemakelig ein Bierchen trinken (an alle Männer: hab noch kein Bier selbst bezahlt! Es is einigermaßen normal (habe ich mir erklären lassen) soweit dass ich immer ein Bier bekomme und niemanden etwas schulde! Geniales Land, ein paar Ausgaben weniger!). Im Red Lion war grad eine Geburtstagsparty, also recht viel los, nur die Musik ist enttäuschend für England, nicht einmal hier bleibt man vor bumbumm-Techno verschont. Aber was solls...musste eh früh heim, bin ja zum Arbeiten hier.

Soweit so gut, bis zum nächsten mal...werde öfter was schreiben, denn Zusammenfassungen sind anstrengend zu schreiben und uninteressant zu lesen...cya

p.s.: Habe Obstexperimente in die Tat umgesetzt und passion fruit und mango ein mein allmorgentliches Frühstücksritual miteingebunden!

differences & abstruse Absonderlichkeiten

So, dachdem ich mich jetzt vollgefressen hab (Kartoffeln ala meeeee mit unmengen Gemüse) trau ich mich an den nächsten Eintrag um einen Überblick über das Wochenende zu geben. Ansonsten vergess ich es eh nur...
Natürlich hab ich meine Augen und Ohren offen gehalten um die abstrusensten Absonderlichkeiten des britischen Volkes zu dokumentieren.

Nr. 1: Maßeinheiten
Ganz offensichtlich ist hier einfach alles anders als im restlichen Europa. Zum einen fahren die auf der anderen Seite, zum anderen haben die für alles ein anderes Maß, z.B. Bier in Pint. Kostet ca. gleich viel aber es ist weniger drinnen. Dazu kommt aber der Umrechnungskurs von Pound auf Euro (ca. 1,3 --> endlich merk is es mir) wodurch das ganze natürlich teurer wird (kann aber nicht mitreden, hab mir noch kein Bier selbst gekauft, aber dazu später). Dann sind auch die Gewichtsangaben in Pound bzw. Stone (k.A. wieviel was ist), die Entfernungen in Miles, und Geschwindigkeiten in Miles per Hour. *completly strange*

Nr. 2: Die abendlichen Vergnügungen
Entweder man isst extrem unnatürlich, oder man trifft sich und mach Sachen zusammen. So konnte ich am Samstag Zeuge einer eigenartigen Eigenart der Briten werden: Pferde- und Hunderennen. So weit so gut, aber die schauen sich das alles zusammen an und wetten auf den Sieger...auch noch recht normal. Aber sich die Rennen auf einer Beamerleinwand auf DVD anzuschauen find ich jetzt doch ein bisschen komisch...die fiebern da alle volle mit und feuern ihre Hunde an...hab 2 Pound verwettet, dann hab ich es gelassen, aber es is doch alles Charity...muss nur noch rausbekommen ob die immer die gleiche DVD verwenden und ich deshalb so viel Pech hab...
Dann noch übermäßiges Dart- und Billardspiel. Die spielen übrigens nicht auf elektrischen Dartscheiben, sonder mit Spitzen und haben nebenan meist eine elektrische Eingabetafel, die der bedient, der als nächstes spielen will. Sehr genaue Ordnung auch im Billard, der Sieger bleibt auf jeden Fall im Spiel.

Nr. 3: Staatliche Information und Organisation
Für Autoinhaber vielleicht interessant: In England muss kommen zu den laufenden Kosten, wie üblich Versicherung und Pickerl, auch eine Straßensteuer jählich zahlen und zusätzlich noch Maut für Autobahnen. Sollte man nach London fahren wollen muss man ebenso Gebühren blechen (L 5,-- i think) um in der Stadt herumkurven zu können.
Am Montag wurde ich Zeuge der elektrischen Organisation des Landes als auf einemal der Strom ausfiel. Zum Glück hatte ich meine Entwürfe 10min davor gespeichert. Keine Informationen über Stromausfall etc. (machmal machen sie es, manchmal nicht...). Naja, wir haben dann erfahren, dass die Leitung gekappt wurde (also auf in Ö keine Information), hab brav weitergearbeitet bis der Saft das 2te mal ausblieb und nich NICHTS gesichert hatte...Arbeit umsonst. Sind im Büro gesessen und haben gewartet...2h prognostiziert, aber nach ca. 45min konnten wir dann doch weitermachen (nur die PCs wollten nicht...nach weiterer Wartezeit wieder alles OK).

Nr. 4: Wichtige Information für die nach GB-reisenden Raucher
Während meiner Pubbesuche ist mir aufgefallen, dass in regelmäßigen Abständen das Pub so gut wie leer ist, dachte mir wo die denn alle hin sind, bis ich die Lösung fand: draußen eine rauchen! Manche Nichtraucher nehmen die staatlichen Regulierungen bezüglich Rauchen ernst, dh. Raucher als fast-Verbrecher hinstellen (recht interessante Diskussion), aber das gibts ja überall. Jedenfalls müssen Raucher 3m vom Lokal entfernt rauchen, egal wenn das bedeutet im Regen zu stehen. Darüber hinaus muss es den Besucher möglich sein, das Lokal betreten zu können, ohne durch eine Rauchwolke treten zu müssen. Durch diese Regulierung mussten schon Bingo-Abende gestrichen werden (!), weil kurzzeitig keiner mehr im Pub war! Ebenso kommt es zu Ansammlungen auf befahrenen Straßen (3m Regel), was die Unfallquote erheblich beeinflusst (doppeltes Risiko durch Rauchen zu sterben)!

Nr. 5: Medizin & Supermarkt
Habe meine Gedanken zurückgespult und gefunden dass England ja Generikaland ist, deshalb die Paracodin um 0,50 Pound im Supermarkt, mit Supermarkt-eigenem Label drauf (kaufe bei Tesco ein).
Dieser allein ist ja schon ein erstaunliches Ding und das british behavior ist dort nur sehr schwer zu verstehen.
Positiv: kein Stress an der Kassa, die Verkäuferin wartet so lange mit dem nächsten Kunden, bis der vorige eingepackt hat und bezahlt hat und fragt noch nach ob sie/er beim Einpacken helfen soll...da kann ich als gestresste Hofer-Einkäuferin natürlich einen Gang zurückschalten (was sich aber als schwieriger erweist als erwartet).
Negativ: irgendwie schafft es niemand die Einkaufswagen wieder zurückzustellen. Schaut schon ein bisschen komisch und wenn keine Autos aufn Parkplatz sind gespenstisch aus wenn die Einkaufswagen einfach so in der Gegend rumstehen.
Insgesamt is des Einkaufen jedes Mal wieder ein Erlebnis (hab ca 2x in der Woche Möglichkeit dazu) und gebe die Suche nach ordentlichem Brot und Wurscht nicht auf! Es gibt halt alles andere Sachen, viel bekanntes, und viel komisches, z.B. zig verschiedene Arten von Milch...wie soll i mi denn zwischen skimmed, semi-skimmed etc. milk entscheiden...? Und Paprikapulver für mein berühmt berüchtigtes Kartofflgulasch hab ich auch nicht gefunden, nur ganz klein, k.A. ob des des richtige is, wenn ja, reicht es nur für einen Topf (können die nicht auch an mich denken und daran, dass ich noch bis Mai da bin?!?).

Nr. 6: Anschlüsse
Als ersten wenn man seinen Laptop anschließen will fallen einem natürlich die Steckdosen auf...danke mama für die Adapter! Aber nicht nur die Steckdosen für Strom sondern auch die Telefonanschluesse sind zum Teil anders...ich mach am besten Fotos von allem und speichere alles in "weird things"

Apropos Rubrik: Könnte makabererweise ebenso einen daily report über die überfahrenen Tiere auf dem Weg zur Arbeit (5min mit Auto) machen, würde klingen wie ein Menüplan:
  • Montag gabs Reh
  • Dienstag gabs Fuchs
  • heute, Mittwoch gabs Kaninchen
  • ...und was gibts morgen??
Hoffentlich nicht Frank, den Fasan, der morgens immer im Garten spazieren geht...versuche schon seit Tagen vergeblich ein Foto von ihm zu machen...Hab mich aber langsam schon an tote Tiere gewöhnt, egal ob auf dem Teller oder auf der Straße...
So, werde jetzt den nächsten Beitrag starten, sonst wird der zu lang und niemand liest des Zeugsl mehr...

Montag, 21. Januar 2008

i'm not a friend of mint sauce....

Dem englischen Essen muss ein extra Eintrag gewidmet werden, aber je nach neuen kulinarischen Erkenntnissen werde ich weiter meinen Senf zum british food abgeben.

Am Freitag waren wir mit einer hier ansässigen Family(total nett) essen, es gab...forgot it, aber ich werde es nachtragen. Jedenfalls war es Pute und Lamm und die Beilagen konnte man sich selbst aussuchen, z.B. Yorkshire Pudding (schaut aus wie kleine Kiachl, schmeckt aber nicht so), Rotkraut, Lauch, gebackene Kartoffln. Gekennzeichnet war das ganze von dem Gebrauch weniger Gewürze (zumindest Rosmarin), und Ribislmarmelade und natürlich mint sauce.... Sehr eigen, aber ich muss es wirklich nicht zum Fleisch haben. Nachtisch (name unknown) Apfelkuchen mit dem Wort des Tages: custard (vanillesauce, nur vieeeel süßer!).

Am Sonntag war ich dann zum Essen eingeladen und es gab natürlich typical british Fleisch (Schweinebraten) mit Gemüsebeilage, Yorkshire Pudding, Bohnen, gebratene Kartoffeln, gebackene krosse Teile vom Schwein und Gemüse welches ich noch nieee gesehen habe (gelbe Kugel mit violetter oberer Hälfte, glaub es heißt "swede"). Ganz komisch die Briten essen Apfelmus, nur vieeeel süßer, zum Fleisch (nur nicht so pürriert wie in Ö.). Als Nachtisch (ich würde es bezeichnen als) Guglhupf in Kuchenform, nur vieeel süßer (they call it "cake") mit jeder Menge "custard", weils am Fr. nur einen Topf für 2 Personen gab...Freichheit! Danach ist mir der Magen verklebt...aber gut wars...
Zum Trinken gibts generell natürlich Guinness oder Fosters etc. (Biere ohne Ende), aber sollte man sich entschließen mal nichts alkoholisches zu trinken, gibts noch J2O ...picksüßes Saftl, welches den Zuckergehalt des Kuchens noch toppt.
Aber immerhin habe ich mein übliches Fleisch-pensum für das nächste halbe Jahr mit 4x Fleisch (in den letzten 4 Tagen) fast schon erreicht (akuter Fleisch-Overflow)!

Fazit: Viel Fleisch, viel zu süßes sonstiges, wenig Geschmack... gut, aber NICHT für dauerhafte Ernährung geeignet!
Daher: fruits & vegetables must(!!!) be in the house! Werde mich gemüslich anpassen und ein paar neue Gericht mit neuem Inhalt kreieren (...dann muss ich halt wieder mal allein essen, Opfer wissen was ich meine...), ansonsten wäre es mit dem Fett- und Zuckergehalt der einheimischen Speisen keine Kunst die Gewichtslimits sämtlicher Airlines zu überschreiten und nach Hause rollen zu müssen...

morgen kommt mehr, das wochenende war lang, aber ich mag heut nimma....

Dienstag, 15. Januar 2008

Three layers are not enough, flooded stock und die Entstehung des Ärmelkanales

Bin heute wieder in den Genuss des britischen Wetters gekommen...Regen. Versuche die optimale Kombination zu finden um der Kälte, besonders in der Arbeit, optimal trotzen zu können. Heute habe ich mich für ein Michelin-Mandl-Outfit ((c) by gräzn, 2008) entschieden, bestehend aus Stricksocken, normale Socken, langärmligen Tshirt, Pullover, Fließ, Leggins und darüber noch eine Jeans (kann mich nicht erinnern zu Hause jemals so dick einpacktlt zu sein), das ganze natürlich excl. Jacke etc. Hatte dazu noch einen Platz im wärmeren Bereich des Büros, also wars nicht so schlimm (aber trotzdem noch scheisskalt). Vielleicht liegt es auch daran dass ich meine super-warmen Schuhe nicht anhatte, weil---exkurs---

habe mit meinem get-out-although-it-is-dark, -raining-and-you-can't-see-anything-progamm begonnen!
Wollte mir gestern am Abend noch ein bisschen die Gegend "anschauen" bzw. den Weg durch den Wald erkunden, den Nick mir als Lauf- Radlstrecke empfohlen hat. Netterweise hat er mir auch eine Taschenlampe geliehen, dass ich nicht von den Autos überfahren zu werden (die haben hier sogar Schilder an denen die Felle der überfahrenen Füchse hängen-wollte aber nicht so enden). Die Taschenlampe hab ich bald ausgeschalten, weil man ja den Weg viel besser ohne Lampe sieht (Johann'sche Logik). Unglücklicherweise sind die meisten Wege überflutet und nicht wie in Österreich Schotterwege auf denen man sofort am Geräusch merkt, dass man sich nicht mehr auf dem Weg befindet. Ebenso gibts ja keine Berge zur Orientierung, nur blöde Bäume und Sträucher die einem zwingen in den Dreck zu steigen (habe mich wehement gegen das Fallen gesträubt!)...Naja, hab dann doch beschlossen, nachdem ich total dreckig war und auch mit Lampe nicht sah welcher von diesen Pfaden einem Weg am ähnlichsten ist, umzukehren und den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Logischerweise hab ich die dreckigen Schuhe vors Haus gestellt.

--> input für "weird things":
Der Eingang zum Haus ist von rechts, von links bis zu meinem Kinn(ostseite), von oben, und von hinten durch die Haustür windgeschützt. In Österreich heißt das: "Ich könnte hier schlafen, ohne nass zu werden, auch wenn es die ganze Nacht schüttet!"
In England heißt das:"Regen kann von rechts, links, vorne, hinten, oben und unten kommen, also stell da nichts hin und halt dich dort nicht auf!" Meine Schuhe waren dort --> nobody's perfect!

Flooded Stock & die Entstehung des Ärmelkanales
Apropos Regen von unten: Auch das ist hier sehr leicht möglich, z.B. im Büro. Es ist ganz normal , dass sich bei Regen schnell große Lacken bilden, die ich schon fast als Tümpel bezeiche, und Zu- und Abläufe zu jenen, die macher Ache im Tiroler Land Konkurrenz machen würden. Erstaunlich ist, dass diese "Flüsse" plus dazugehörigem Badeteich kurz nach Regenende verschwinden.
Die Erklärung: England ist deshalb eine Insel, weil das ganze Regenwasser so schnell einsickert und bis zum Meer abrinnt. Da es einfach unmöglich ist so viel Wasser einfach aufzusaugen wie ein Schwamm (damals gabs noch keinen Spongebob), wurde diese Wasserabsickerung und Weiterleitung installiert um nicht ganz so überflutet wie die Holländer zu enden. Das Ziel dieser Weiterleitung war ein recht großer See im Süden (vielleicht hieß er Ärmelsee?), der durch das immense Regenwasser über die Ufer trat und sich mit der Nordsee und dem Atlantik verband. Somit wurde England vom Festland getrennt und die Entstehung des Ärmelkanales ist geklärt.
Whatever...
Aus diesem Grund sollte man meinen die Engländer wüssten am besten mit Regen umzugehen, aber dem ist natürlich NICHT so. Die können ja nicht ein mal dichte Häuser bauen! Hatten heute mit einer kleinen Überflutung unseres Lagers zu kämpfen, konnten aber mehr oder weniger alles recht trocken halten. Als ich später noch mal ins Lager raus bin hab ich nicht gesehen, wie es dann ausgschaut hat (vielleicht besser so), weil ich die Lichtschalter nicht gefunden hab (--> input "weird things": Lichschalter an den unmöglichsten, unlogischsten und einfach unauffindbaren Stellen!)

Ansonsten war der heutige Tag recht gemütlich, kein Stress in der Arbeit (waren nur zu zweit), habe gekocht und am Abend haben wir uns noch a Glaserl Wein gegönnt.
War recht lang, drum is jetzt schluss, aber mir fallen unterm schreiben immer so viele Sachen ein...aber die müssen bis zum nächsten Mal warten!

Montag, 14. Januar 2008

Alles Geisterfahrer!!!

Zu Beginn muss ich erwähnen, dass ich noch nicht die Möglichkeit hatte mich von der Anordnung der Pedale und der Gänge von englischen Autos zu überzeugen, da ich bisher nur mit Nic durch die Gegend gedüst bin und der ein "normales Auto" hat...aber ich werde meine Ergebnisse dokumentierten, wenn ich welche habe.

He is going to kill me

Muss mir unbedingt abngewöhnen jedes Mal die Luft anzuhalten wenn Nic um eine Kurve fährt bzw. und ein anderes Auto entgegen kommt, das is ja normal hier...anscheinend. Befürchte aber immer noch in einem Crash zu landen.
DIE FAHREN ALLE FALSCH!!! Das gemeine dran ist ja nur, dass man ja im Kopf hat wie und wo ein Auto abbiegen oder fahren muss und wenns dann anders kommt ist es erschreckend...
I'll work on it!

What I might forget if I don't discuss...

Ich glaub ich werde in der nächsten Zeit eine Rubrik "weird things" starten... da kommen dann Dinge rein die ich komisch finde wie: z.B. die englische Tastatur etc.

Finally arrived...rain & darkness

Nach einem erholsamen Flug bin ich jetzt dann doch im Lande des Teas und der Queen gelandet. Blöderweise hab ich schon wieder mal typischerweise für meine Person den Fotoapparat wärend des Fluges so verstaut, dass ich natürlich keine Chance hatte die atemberaubende Sicht auf Innsbruck, meine alte Wohnung und die Berge festzuhalten, aber vielleicht werde ich, wenn ich mal Zeit hab ein Skizze davon anfertigen ;-) Hab auch der Cori und der Jasi gewunken, da Reims gerade nicht in einer gewaltigen Nebelschwade (so wie England) verschwand.

Ich bin in der Provinz gelandet

Wohne in einem winzigen, schon schnuckeligen Häuschen mit einer Kirche und einer typisch britischen Telefonzelle davor, hatte aber bisher keine Zeit Fotos zu machen. Grund: office time 8am until 5pm (or even later). Auf deutsch: ich gehe aus dem Haus wenn es dunkel ist und komme wieder heim wenn es dunkel ist. Ab und zu kommt auch noch sehr viel Regen dazu.
Gestern war ich noch mit meinem Mitbewohner/ Arbeitkollegen Nicolas (Franzose mit lustigem französischem Accent) und ein paar anderen Nachbarn Pool spielen (I'm soooo bad), aber dafür bekam ich gleich eine Bierverkostung, weil die liebe Johanna sich mal wieder nicht entscheiden konnte (hehe mhhhhhhhhhhh...).

Muss unbedingt Lösung / Beschäftigung für Dunkelheit suchen...

Durch die anhaltende Dunkelheit in meiner Freizeit und dem Fehlen jeglicher Straßenbeleuchtung oder anderen Lichtern die auf Zivilisation hinweisen, ist es schwer sich in einer unbekannten Umgebung (ohne Berge! ...dachte heute schon die Wolken sind die Berge...) zu orientieren. Wenn ich aus meinem Fenster schaue ist da kein einziges Licht bis auf das der Satellitenschüssel von der Militärbasis nebenan. Wiederum typischerweise für meine Person hab ich, als mir meine Mama noch die Stirnlampe vor Aufbruch zum Flughafen in die Hand drücken wollte, abgelehnt...how stupid! Thought I could buy one...dann könnt i wenigstes ausn Haus raus, spazieren, laufen, schledern, kriechen etc...aber heute is ja erst der 2te Tag, muss mich sowieso erst orientieren.
Fotos kommen halt dann erst am Wochenende wenn ich mal die Möglichkeit habe im Hellen zu wandeln-kann zumindest nicht mehr als Nachtschattengewächs bezeichnet werden, denn ich brauche nicht ewig auf zu bleiben um Dunkelheit zu erwischen ;-)
Ich werde in nächster Zeit versuchen eine Beschäftigung zu finden(kann weder ständig am PC, Fernseher sitzen oder die ganze Zeit lesen), aber ich sehe das alles ganz zuversichtlich und werde versuchen einen Weg zur Außenwelt zu finden (Rad, zu Fuß, Auto, Bus....weiß gar nit obs so was hier überhaupst gibt) und nach Freizeitaktivitäten suchen.

Soweit so gut, weitere Einträge folgen, muss jetzt mein sturmfreies Haus genießen, mein Chef ist für die nächsten Tage auf einer Messe und der Nicolas ist was-weiß-ich-wo.

Samstag, 12. Januar 2008

exhausting-nerving-necessary??--> Packen...

Sträube mich jetzt schon seit einiger Zeit (genauer gesagt seit Tagen) vorm Packen, da ich dafür die Kartonberge, die ich beim Auszug aus meiner super toll genialen WG mitgenommen habe, durchstöbern, das wichtigste mitnehmen und den Rest dachbodentauglich wieder verstauen muss.
Ekelhafte Arbeit!
Nichts desto trotz geht es wenn auch nur sehr langsam voran und ich muss nur noch über 50 cm hüpfen um zu meinem Schreibtisch zu gelangen (davor war es so gut wie unmöglich da ich mit den Kisten alles verbarrikatiert und dadurch mein Zimmer auf Bett zuzüglich 2qm begrenzt habe...toll gemacht). Wie durch Zauberhand ist jetzt auch noch mein Koffer geschrumpft und meine Garderobe scheint in den letzten 10min um 50% zugenommen zu haben--> nur weil ich den Koffer daneben gestellt hab! 23kg sind ja auch nicht viel....

Rätsel des Tages

Neben Fragen des Gepäcks ("wie viele schuhe sind zu viele schuhe?") und den Flug betreffend ("bekomm i auch was zu essen?") treten vor einem längeren Auslandsaufenthalten natürlich auch wirklich wichtige Fragen auf.
Seit Tagen wurmt mich jetzt schon die Frage, ob in England nicht nur das Lenkrad und die ganzen Auto(Geister-)fahrer, sondern auch die Pedale und die Gangschaltung verkehrt sind, d.h. v.l.n.r Gas, Bremse und dann Kuplung bzw. uva. auch dann z.B. der erste Gang ganz rechts ist.
Trotz gezielter Ablenkung durch fieberhafte organisationelle Korrekturen hervorgerufen durch kurzfristiger und dadurch auch fehlender Planung meines Aufenthalts von Jänner bis Mai, lässt sich diese Frage nicht aus meinem Kopf verbannen. Zum Glück bekomme ich bald die Möglichkeit mich persönlich von diesem überaus spannendem, kopfzerbrechendem und natürlich essentiellem Phänomen überzeugen - I'll keep you updated...

...des rätels lösung folgt sehr bald, drum sind wir auch schon sehr gespannt...